Themenmonat „Antimuslimischer Rassismus“ NSU-Monologe und Podiumsdiskussion: „Die Rolle von Polizei und Verfassungsschutz im NSU-Komplex“

Islamische Gemeinde • 3. April 2023

Themenmonat „Antimuslimischer Rassismus“ 
NSU-Monologe und Podiumsdiskussion: „Die Rolle von Polizei und Verfassungsschutz im NSU-Komplex“

Am 02.04.2023 fand die zweite Veranstaltung „Die Rolle von Polizei und Verfassungsschutz im NSU-Komplex“ im Rahmen unseres Themenmonats „Antimuslimischer Rassismus“ im Volkshaus statt.
 
Nach einer kurzen Begrüßung durch Tuncay Nazik trugen die Schauspieler:innen von der Bühne für Menschenrechte die NSU-Monologe vor. Diese seien mithilfe von Interviews und Gerichtsakten entstanden. Serpil von der Bühne für Menschenrechte betonte, dass sie nichts hinzugefügt haben und somit alles auf wahren Begebenheiten beruht. 
Şeyma Can beschreibt die Aufführung so: „Die Schauspieler:innen haben die Monologe mit intensiven Gefühlen vorgetragen. Fast hatte ich vergessen, dass das nicht wirklich die Familien sind, sondern Schauspieler:innen. 
Man konnte sehr gut nachempfinden, was die Opferfamilien in dieser Zeit durchmachen mussten. Die Gefühle wurden so gut transportiert, dass ich zwischendurch Tränen in den Augen und Gänsehaut am ganzen Körper hatte.“
 
Nach der Aufführung gab es eine 15-minütige Pause. Gäste, die nicht fasteten, konnten sich an der Theke Kaffee, Tee oder Wasser holen.
 
Anschließend bat Tuncay Nazik Gamze Kubaşık, Semiya Şimşek und Sebastian Fiedler auf die Bühne. 
Während einige Fragen kontrovers diskutiert wurden, waren die Gäste bei anderen Fragen einer Meinung.
 
Die Antworten auf die letzte Frage, was wir alle tun müssten, damit sich migrantische Kinder auch in Deutschland Zuhause fühlen und es als ihre Heimat bezeichnen, waren ähnlich. 
Sebastian Fiedler war es wichtig, nicht zwischen Mehrheitsgesellschaft und migrantische Gesellschaft zu unterscheiden. Die Probleme müssten gemeinsam angegangen werden. 
Semiya Şimşek betonte die Wichtigkeit von Begegnung, während Gamze Kubaşık an die Anwesenden appellierte, respektvoll mit ihren Mitmenschen umzugehen.
 
Wir danken dem Publikum für ihre Aufmerksamkeit und den Gästen für ihre wertvollen Beiträge!

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