„(Nicht) meine Geschichte?“ – Jugendliche setzen sich in Belgien mit NS-Verbrechen auseinander

Islamische Gemeinde • 3. Mai 2026

„(Nicht) meine Geschichte?“ – Jugendliche setzen sich in Belgien mit NS-Verbrechen auseinander

30.04.–03.05.2026, Belgien – An der mehrtägigen Gedenkstättenfahrt, durchgeführt von der Islamischen Gemeinde Röhlinghausen, nahmen insgesamt 26 Jugendliche mit internationaler Familiengeschichte teil.
 
Zentrale Stationen der Fahrt waren die Gedenkstätten Kazerne Dossin in Mechelen und Fort Breendonk. In Mechelen setzten sich die Teilnehmenden mit der Organisation der Deportationen auseinander, bei denen über 25.000 jüdische Menschen und Roma aus Belgien in Vernichtungslager verschleppt wurden. Anhand von Biografien und historischen Dokumenten wurde deutlich, wie systematisch Entrechtung, Registrierung und Deportation umgesetzt wurden.
 
Im ehemaligen SS-Lager Fort Breendonk stand anschließend das konkrete Gewalt- und Haftsystem des NS-Regimes im Fokus. Die Jugendlichen erhielten Einblicke in die Bedingungen politischer Gefangener und Widerstandskämpfer und diskutierten die Rolle von Terror und Repression innerhalb der Besatzungsherrschaft.
 
Besonders eindrücklich schilderten die Jugendlichen ihre persönlichen Erfahrungen vor Ort.
 
Musab Nazik erklärte:
„In Fort Breendonk, dem ehemaligen KZ bzw. Auffanglager, habe ich einen Tierstall gesehen. Was vielen vielleicht zunächst nicht so schlimm vorkommen würde: Die Tiere hatten ‚Menschennamen‘, während die Gefangenen, die sich um die Tiere kümmern mussten, nur Nummern oder Symbole hatten. Das hat mir gezeigt, wie herabwürdigend und menschenverachtend die Lage und der Zustand dort waren.“
 
Auch Enes Civak zeigte sich tief bewegt:
„In der Kazerne Dossin waren vier Stockwerke. Je höher man die Treppen hochläuft, desto schlimmere, gewaltsamere und brutalere Bilder sieht man. Nach dem zweiten Stockwerk habe ich mir nicht mehr zugetraut, weiter hochzulaufen.“
 
Ein besonderer Schwerpunkt der Fahrt lag auf der Frage, welche Bedeutung diese Geschichte heute für junge Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen hat. In Gesprächen, Reflexionsrunden und Begegnungen mit Zweitzeug:innen wurde deutlich, dass die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit nicht als „fremde Geschichte“, sondern als gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung verstanden werden kann.
 
Viele Teilnehmende zogen dabei Parallelen zu aktuellen Entwicklungen wie Ausgrenzung, Hass und gesellschaftlicher Spaltung. Gerade zu Beginn der Fahrt hätten manche Jugendliche noch hinterfragt, warum Erinnerungskultur heute weiterhin so wichtig sei. Die intensive Auseinandersetzung mit den historischen Orten habe jedoch verdeutlicht, dass Erinnern nicht nur Vergangenheitsbewältigung bedeutet, sondern auch eine klare Haltung gegen Menschenfeindlichkeit, Antisemitismus und Hetze in der Gegenwart erfordert.
 
Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP), die Bethe-Stiftung sowie die IBB gGmbH.

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Kinobesuch: „Shelter“
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17.04.2026, Herne - Im Rahmen des Religionsunterrichtes besuchte die Klasse 8c und 8d des Pestalozzi-Gymnasiums unter der Leitung ihrer Lehrerin Frau Lodewig die Islamische Gemeinde Röhlinghausen. Inhaltlich gab es einen Input zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Judentum, Christentum und Islam. Anschließend konnten die Schüler:innen Tischtennis und Kicker spielen. Der Besuch wurde von Tuncay Nazik und Salih Davulcu begleitet. Mit dem neuen Projekt „Friedensbotschafter:innen“ bietet die Gemeinde Schulen ein Angebot für Dialog, Begegnung und gegenseitiges Verständnis an. Dabei knüpft sie auch an das bekannte Wort von Hans Küng an: „Kein Friede unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen.“
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Die Islamische Gemeinde Röhlinghausen startet eine neue Aktion! Anlässlich der Europawochen, die dieses Jahr vom 30. April bis zum 31. Mai gehen, werden an Schulklassen, Kindergärten, Vereine und Privatpersonen kostenlose Europa-Taschen verschenkt. Diese sind mit verschiedenen Info-Flyern, Spielzeugen und Süßigkeiten gefüllt. Ziel ist eine spielerische Auseinandersetzung mit Europa. Die Abholung der Taschen ist am Samstag und Sonntag, den 25.04. und 26.04., zwischen 12 und 15 Uhr möglich. An Kindergärten und Schulen können die Taschen als Gruppensatz auch per Post verschickt werden. Interessierte können sich unter der +49 170 2679898 melden.
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09.04.2026, Herne - Über den Verein Lohmar hilft e.V. erreichte die Muslimische Jugend Röhlinghausen Unmengen an Gesellschaftsspielen, die sie zuerst an Vereine, Kindergärten und Schulen spendete. Nun erfolgte die Spende der verbliebenen Spiele an den Kinderschutzbund, vertreten durch Horst Schröder, auch bekannt als Graf Hotte.
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04.04.2026, Köln - Dieses Jahr steht für die Islamische Gemeinde Röhlinghausen auch die Projektreihe „Friedensbotschafter:innen“ auf der Agenda. Ziel des Projektes ist es, insbesondere Jugendliche zu Friedensbotschafter:innen zwischen den Religionen auszubilden. Dadurch sollen Gemeinsamkeiten betont und Vorurteile abgebaut werden. Das Projekt umfasst Ausflüge, Workshops und Vorträge. Am Ende erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat. Am Samstag ging es für eine Gruppe von 22 Personen nach Köln. Der Tag begann mit einer inhaltlichen Einführung. Es wurden grundlegende Inhalte zu den Themen interreligiöser Dialog, gesellschaftlicher Zusammenhalt und die Rolle von Religionen im Kontext eines friedlichen Miteinanders vermittelt. Anschließend ging es nach Köln. Die Teilnehmenden besuchten zunächst den Kölner Dom und erhielten dort Einblicke in die Grundlagen des Christentums sowie die Bedeutung von Kirchen als religiöse und gesellschaftliche Orte. Danach wurde die Zentralmoschee Köln besucht, wo zentrale Aspekte des Islams sowie die Funktion von Moscheen als Orte des Glaubens, der Begegnung und der Gemeinschaft vermittelt wurden. Leitend für die Veranstaltung war das bekannte Zitat des Theologen Hans Küng: „Kein Friede unter den Nationen ohne Frieden der Religionen, und kein Frieden der Religionen ohne Dialog.“ Das Projekt wird vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
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01.04.2026, Herne - Dieses Jahr geht die Islamische Gemeinde Röhlinghausen das Projekt „Botschafter:innen der Vielfalt Europas“ an. Heute fand die Auftaktveranstaltung statt. Es wurde ein pädagogisch begleiteter Europa-Puzzle-Wettbewerb durchgeführt, an dem rund 40 Kinder und Jugendliche teilnahmen.
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01.04.2026, Herne - Die Islamische Gemeinde Röhlinghausen startet ein neues niederschwelliges gesundheitsförderndes Gruppenprojekt für Kinder und Jugendliche. An der Auftaktveranstaltung nahmen rund 38 Kinder und Jugendliche teil. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Verbindung von Bewegung, Gesundheitsförderung und psychosozialer Unterstützung. Ziel ist es, die körperliche Aktivität zu fördern, die psychische Widerstandsfähigkeit zu stärken und soziale Teilhabe zu unterstützen. Die Bewegungseinheiten werden durch kooperative Spiele, gesundheitsbezogene Impulse und moderierte Austauschphasen ergänzt. Bei der Auftaktveranstaltung wurden gemeinsam mit den Teilnehmenden Bedarfe, Erwartungen und Gruppenstrukturen erarbeitet. Begleitet wurde der Termin von Inklusionspädagoge Berat Davulcu. Gefördert wird das Projekt durch die Techniker Krankenkasse mit Unterstützung des Fachbereichs Gesundheit der Stadt Herne.
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