Stellungnahme zur Brüsseler Attentat

Islamische Gemeinde • 23. März 2016

Das Unheil findet kein Ende. Noch konnten wir unsere Gefühle, Ängste, Enttäuschungen und Wut nach den Attentaten in Ankara und in Istanbul nicht verarbeiten schon erleben wir das Blutbad in Brüssel. In der Stadt, die für das friedliche Miteinander der vielen Völker steht. Die Hauptstadt der Europäischen Union die die Grundwerte wie Freiheit, Menschenrechte und Gleichheit, auch aber die religiöse Vielfallt verkörpert. Eine Stadt in der noch vor wenigen Tagen unter der Schirmherrschaft der EU eine internationale Konferenz gegen religiös bedingte Gewalt stattfand.
Dass die Terroristen genau dass angegriffen haben wofür Europa steht, kann kein Zufall sein. In einer so schwierigen Zeit in der Europa-Gegner in Europa stärker werden, die Grundwerte Gleichheit, Menschenrechte und die religiöse Vielfalt von Extremisten stark angegriffen werden, ist es erstaunlich dass auch religiös motivierte Terroristen das gleiche als Ziel haben. Der eine gewinnt an Stärke wenn der andere seine feigen Anschläge ausübt.
Dass die Terroristen sich auf Allah berufen und somit noch einmal den Islam in den Schmutz gezogen haben zeigt uns, dass es nicht ausreicht dass wir Muslime uns von den Attentaten lediglich distanzieren. Wir müssen, so schwer es uns auch fällt einsehen, dass unter uns Attentäter Nährboden finden. Wir müssen mehr tun. Bei der Ausbildung unserer Kinder angefangen müssen wir ihnen die Grundwerte wie Demokratie, Menschenrechte,
Nächstenliebe und Akzeptanz beibringen sowie Präventionsarbeit gegen jeglichen Extremismus leisten.


Wir verurteilen die Anschläge auf das Schärfste. Ein Terrorist bleibt ein Terrorist. Es macht keinen Unterschied ob Ihre Beweggründe nationalistisch, ideologisch oder religiös bedingt sind. Sie sind Unheilstifter.


Allah sagt im Koran;
„Und unter den Menschen gibt es manch einen, dessen Rede über diese Welt dich in Verwunderung versetzen mag; und er ruft Allah zum Zeugen an für das, was in seinem Herzen ist. Und dabei ist er der streitsüchtigste Widersacher.
Wenn er sich abwendet, bemüht er sich,
überall auf der Erde Unheil zu stiften, und vernichtet das Ackerland und die Nachkommenschaft. Und Allah liebt das Unheil nicht.


Wir stehen solidarisch an der Seite Belgiens. Wir trauern um die vielen Opfer.


Den Familienangehörigen wünschen wir sehr viel Kraft und schließen sie und die Opfer dieser grausamen Tat in unsere Gebete ein.


Mittwoch 23.03.2016


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