„In welchem Land wollen wir leben?“ - 30 Jahre nach dem Solinger Brandanschlag

Islamische Gemeinde • 9. Mai 2023

„In welchem Land wollen wir leben?“ - 30 Jahre nach dem Solinger Brandanschlag

Am 09.05.2023 vertraten uns Kübra Nazik und Ibrahim Nazik bei der Veranstaltung „Im welchem Land wollen wir leben?“ - 30 Jahre nach dem Solinger Brandanschlag“ des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW unter der Moderation von Aslı Sevindim.
 
Özlem Genç, Gamze Kubaşık und Emiş Gürbüz, alles Familie von Opfer rechter Gewalt, der Antiziganismusbeauftragter der Bundesregierung Dr. Mehmet Daimagüler und Integrationsministerin Josefine Paul versuchten Antworten auf verschiedene Fragen zu finden, zum Beispiel, ob man in der Familie über die Taten reden kann, wie man 30 Jahre später mit der Vergangenheit umgeht und wie das Vertrauen in den Staat aussieht.
 
An diesem Abend fielen eindrucksvolle Sätze. 
Emiş Gürbüz, die Mutter von beim Hanau-Anschlag getöteten Sedat Gürbüz, sagte, dass sie seit dem Anschlag wie „lebendige Tote“ seien.
 
Frau Paul betonte, dass es wichtig sei, einen sicheren Raum zu schaffen, um über die Taten reden zu können. Man müsse alles tun, damit solche Taten nie wieder passieren. Unsere Aufgabe sei es die Geschehnisse aufzuarbeiten. Der Staat hingegen müsse Verantwortung übernehmen und offene Fragen beantworten. 

Özlem Genç, Enkelin von Mevlüde Genç, sagte über ihre Großmutter, dass diese nur Liebe vermittelt habe, niemals Hass. Keinen einzigen Tag habe sie etwas schlechtes über Deutschland gesagt, egal wie groß ihr Schmerz war. 
Sie wollte, dass sie ihrem Land dienen. Denn Deutschland sei ihre Heimat. Genau deswegen müssten Jugendliche viel tun, damit sich Deutschland für alle wie Heimat anfühlt.
 
Wir danken dem Ministerium für die Organisation und den Redner:innen für die persönlichen Einblicke!

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17.04.2026, Herne - Im Rahmen des Religionsunterrichtes besuchte die Klasse 8c und 8d des Pestalozzi-Gymnasiums unter der Leitung ihrer Lehrerin Frau Lodewig die Islamische Gemeinde Röhlinghausen. Inhaltlich gab es einen Input zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Judentum, Christentum und Islam. Anschließend konnten die Schüler:innen Tischtennis und Kicker spielen. Der Besuch wurde von Tuncay Nazik und Salih Davulcu begleitet. Mit dem neuen Projekt „Friedensbotschafter:innen“ bietet die Gemeinde Schulen ein Angebot für Dialog, Begegnung und gegenseitiges Verständnis an. Dabei knüpft sie auch an das bekannte Wort von Hans Küng an: „Kein Friede unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen.“
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Die Islamische Gemeinde Röhlinghausen startet eine neue Aktion! Anlässlich der Europawochen, die dieses Jahr vom 30. April bis zum 31. Mai gehen, werden an Schulklassen, Kindergärten, Vereine und Privatpersonen kostenlose Europa-Taschen verschenkt. Diese sind mit verschiedenen Info-Flyern, Spielzeugen und Süßigkeiten gefüllt. Ziel ist eine spielerische Auseinandersetzung mit Europa. Die Abholung der Taschen ist am Samstag und Sonntag, den 25.04. und 26.04., zwischen 12 und 15 Uhr möglich. An Kindergärten und Schulen können die Taschen als Gruppensatz auch per Post verschickt werden. Interessierte können sich unter der +49 170 2679898 melden.
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09.04.2026, Herne - Über den Verein Lohmar hilft e.V. erreichte die Muslimische Jugend Röhlinghausen Unmengen an Gesellschaftsspielen, die sie zuerst an Vereine, Kindergärten und Schulen spendete. Nun erfolgte die Spende der verbliebenen Spiele an den Kinderschutzbund, vertreten durch Horst Schröder, auch bekannt als Graf Hotte.
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04.04.2026, Köln - Dieses Jahr steht für die Islamische Gemeinde Röhlinghausen auch die Projektreihe „Friedensbotschafter:innen“ auf der Agenda. Ziel des Projektes ist es, insbesondere Jugendliche zu Friedensbotschafter:innen zwischen den Religionen auszubilden. Dadurch sollen Gemeinsamkeiten betont und Vorurteile abgebaut werden. Das Projekt umfasst Ausflüge, Workshops und Vorträge. Am Ende erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat. Am Samstag ging es für eine Gruppe von 22 Personen nach Köln. Der Tag begann mit einer inhaltlichen Einführung. Es wurden grundlegende Inhalte zu den Themen interreligiöser Dialog, gesellschaftlicher Zusammenhalt und die Rolle von Religionen im Kontext eines friedlichen Miteinanders vermittelt. Anschließend ging es nach Köln. Die Teilnehmenden besuchten zunächst den Kölner Dom und erhielten dort Einblicke in die Grundlagen des Christentums sowie die Bedeutung von Kirchen als religiöse und gesellschaftliche Orte. Danach wurde die Zentralmoschee Köln besucht, wo zentrale Aspekte des Islams sowie die Funktion von Moscheen als Orte des Glaubens, der Begegnung und der Gemeinschaft vermittelt wurden. Leitend für die Veranstaltung war das bekannte Zitat des Theologen Hans Küng: „Kein Friede unter den Nationen ohne Frieden der Religionen, und kein Frieden der Religionen ohne Dialog.“ Das Projekt wird vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
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