Jüdisch, christlich, islamische Jugendliche im Gespräch

Islamische Gemeinde • 17. März 2020
Jugendliche im Gespräch

„Wenn aneinandergereihte Buchstaben und zusammengesetzte Silben so etwas wie Bedeutung erschaffen –


Dann wisst ihr, dass wir von dem Wort sprechen –


Das Wort hat die Macht –


sobald es in Umlauf gebracht–wurde –


Mal ist es ein Messer, das in den Bauch deines Gesprächspartners sticht –


Und dann ist es eine Pistole, deren Abzug sich löst sobald der Hass in dir spricht –


Es ist aber genauso gut auch mächtig genug, um dich vor jedem feindlichen Angriff zu verteidigen –


Friedlich genug, um jeden tiefsitzenden Konflikt zu beseitigen“


Am Anfang stand das Wort, gedichtet in der Poetry-Slam Art, von Hosnijah Mehr.


Hosnijah, muslimischen Glaubens, Künstlerin und wie sie sich selbst beschreibt, nebenbei Jura Studentin, begeisterte alle Anwesenden mit ihrem Gedicht „Das Wort“. Dem Wort folgten dann ebenfalls sehr starke Wörter und Sätze vom Roman, Angehöriger des jüdischen, Merle des christlichen, Hosnija, Cansu und Havle des islamischen Glaubens.


 „Wir hassen uns nicht und wir müssen auch nicht übereinander sprechen. Wir können miteinander sprechen und in Frieden leben. Wir sehen an vielen Konflikten, dass nicht die Religion, sondern die politischen Machtverhältnisse die Ursache sind. „Das ist die gemeinsame Feststellung der Jugendlichen, die am 07.03.2020 in der islamischen Gemeinde, einem Publikum mit 40 TeilnehmerInnen, die ebenfalls bunt gemischt waren, gegenüberstanden.


Auf die Frage, wie ich meine Religion definiere, antwortete Roman, studierter Sozialwissenschaftler und gläubige Jude: „Ich würde die Gemeinsamkeiten der drei Religionen hervorheben, statt darüber zu sprechen, was uns von den anderen Religionen unterscheidet. Die Unterschiede kennt ja jeder, die Gemeinsamkeiten aber wenige. 90% meine Freunde sind Muslime. Ich finde es auch störend, wenn nur negative Aspekte wie Antisemitismus oder der Holocaust in der Schule erzählt werden. Judentum ist mehr. Die Gemeinschaft und der Schabbat zum Beispiel.

Auch Merle definierte ihre Religion anders als üblich: „Für mich ist das Christentum mehr innerliche Haltung und der Bezug zu Gott. Natürlich gibt es die 10 Gebote, aber das ist ja nicht explizit christlich. Um zu verstehen, dass klauen z. Bsp. was Verwerfliches ist, muss man nicht unbedingt Christ sein.


Cansu, Muslima in der Abitur-Phase, definiert den Islam ebenfalls als eine Religion der Gemeinschaft und glaubt, dass der Islam das Gute aus dem Menschen hervorholen kann.


Havle, ebenfalls Muslima, in der 10.Klasse, liebt und lebt ihre Religion und findet es gut, dass der Islam ihr in ihrem Alltag Haltung gibt und Strukturen schafft. Sie findet es gut, wenn die Religionen Einfluss auf das alltägliche Leben hat.


Fragen, die die Jugendlichen nerven, gibt es auch. Denn diese sind oft mit Vorurteilen behaftet. „Trägst du dein Kopftuch freiwillig?“ „Wann wirst du das Kopftuch tragen?“ „Du bist doch Jude, da habt ihr doch alle viel Geld oder?“ „Wie geht ihr mit den Missbrauchsfällen in der Kirche um?“ usw.


Und der alltägliche Rassismus , Islamfeindlichkeit oder Antisemitismus? Dazu kam von allen jugendlichen die gleiche Antwort: „Ja es hat zugenommen. Was früher nicht auf offene Straßen oder in Schulhöfen gesagt werden konnte, wird jetzt ausgesprochen.“


Für die Erwachsenen hatten die Jugendlichen ebenfalls eine gemeinsame Empfehlung. „Was heute hier in der islamischen Gemeinde Röhlinghausen möglich ist, nämlich das Juden, Christen und Muslime miteinander ins Gespräch kommen, sich unterhalten, über das Verbindende sprechen und auch auf Augenhöhe diskutieren und danach gemeinsam essen und trinken, ist auch draußen möglich. Es muss nur gewollt sein.“

von Islamische Gemeinde 11. März 2026
11.03.2026, Bottrop - Schon zum zweiten Mal wurde die Islamische Gemeinde Röhlinghausen zu einem gemeinsamem Fastenbrechen in die Willy-Brandt-Gesamtschule in Bottrop eingeladen. Vertreten wurde sie diesmal von Salih Davulcu und Tuncay Nazik. Die Veranstaltung begann mit einem Gespräch der Religionen an dem muslimische, christliche und jüdische Vertreter:innen teilnahmen. Alle beschrieben eigene religiöse Pratikten. Anschließend wurde gemeinsam das Fasten gebrochen.
von Islamische Gemeinde 10. März 2026
10.03.2026, Düsseldorf - Auch dieses Jahr durfte die Islamische Gemeinde Röhlinghausen auf Einladung der Staatskanzlei am gemeinsamem Fastenbrechen teilnehmen. Vertreten wurde sie von Sadiye und Berat Davulcu. Nach einer kurzen Rede des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, Nathanael Liminski, wurden Verse aus dem Koran rezitiert und auf die Bedeutung des Ramadan eingegangen. Anschließend gab es beim Essen die Möglichkeit zum Austausch.
von Islamische Gemeinde 9. März 2026
09.03.2026, Herne - Dieses Jahr richtete die Islamische Gemeinde Röhlinghausen ein Fastenbrechen für geladene Gäste aus. Ehrengast des Abends war die neue Familienministerin Verena Schäffer, die in einer kurzen Rede die Arbeit der Gemeinde lobte. Eingeladen waren auch Vertreter:innen der jüdischen, evangelischen und syrisch-orthodoxen Gemeinde. Auch sie hielten kurze Ansprachen an die Gäste. Auch Personen aus der Herner Politik und Zivilgesellschaft waren eingeladen. Darunter die Sozialdezernentin der Stadt Herne, Stephanie Jordan, die Leitung des Jugendamtes Herne, Kirsten Wietoska und Stadtrat Andreas Merkendorf. Der Abend war gezeichnet vom offenem Austausch und leckerem Essen.
von Islamische Gemeinde 5. März 2026
Wir laden herzlich zur Ramadanfeier in unsere Gemeinde ein. Die Besucher:innen erwarten Henna-Tattoos, frische Waffeln, Getränke und Geschenktüten für Kinder. Der Eintritt und alle Angebote sind kostenlos. Wann: 22.03.2026, 13-17 Uhr Wo: Islamische Gemeinde Röhlinghausen (Rheinische Straße 25, 44651 Herne) Anmeldung nicht notwendig
von Islamische Gemeinde 3. März 2026
03.03.2026, Herne - Im Ramadan erreichte die Islamische Gemeinde Röhlinghausen eine Anfrage des Frauenhauses Herne mit der Bitte um Unterstützung für Mutter und Kind, die die Gemeinde sofort annahm. Imam Ibrahim Nazik betonte die Bedeutung von Hilfsbereitschaft in dieser Zeit: „Im Ramadan ist es besonders segensreich, sich für bedürftige Menschen einzusetzen. Als wir von dem Bedarf hörten, haben wir sofort zugesagt.“
von Islamische Gemeinde 26. Februar 2026
25.02.2026, Düsseldorf - Die Islamische Gemeinde Röhlinghausen wurde in der Düsseldorfer Staatskanzlei als „Europaaktive Zivilgesellschaft“ ausgezeichnet. Insgesamt wurden fünf Kommunen und acht zivilgesellschaftliche Initiativen geehrt. Die Auszeichnung überreichten Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, und Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Gemeinde überreichte als kleines Geschenk einen Kuchen mit den zwölf Sternen Europas sowie dem NRW-Wappen und dem Logo der Gemeinde. Vertreten wurde die Gemeinde durch Sadiye Davulcu, Hafsa Nazik Aydemir, Berat Davulcu und Tuncay Nazik. Fotos: Mark Hermenau Photography
von Islamische Gemeinde 14. Februar 2026
13.02.2026, Herne - Im heutigen Freitagsgebet stand der bevorstehende Ramadan im Mittelpunkt. Imam Ibrahim Nazik erinnerte in seiner Predigt daran, dass der Ramadan weit mehr ist als der Verzicht auf Essen und Trinken. Er ist ein Monat der inneren Reinigung, der Besinnung – und vor allem des Gebens. Eindringlich sprach er über die Verantwortung gegenüber Menschen, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden. In unserem direkten Umfeld leben obdachlose Menschen, die gerade in den kalten Tagen auf Unterstützung angewiesen sind. Ramadan bedeute daher nicht nur Fasten, sondern auch Hilfe für Bedürftige. Im Anschluss an das Gebet spendeten Mitglieder der Gemeinde 300 €, die an den Obdachlosenverein „Menschen ohne Bleibe e.V.“ übergeben wurden.
von Islamische Gemeinde 11. Februar 2026
11.02.2026, Herne - Die Islamische Gemeinde Röhlinghausen besuchte die Ausstellungseröffnung der Wanderausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ im Haranni-Gymnasium Herne. Die Ausstellung handelt von Anne Frank, die während des zweiten Weltkriegs Tagebuch führte und damit der Welt wichtige Einblicke in die Zeit des Nationalsozialismus gewährt. Im Fokus der Ausstellung steht ihr Leben. Vertreten wurde die Gemeinde von Nida, Musab, Ayşe und Tuncay.
von Islamische Gemeinde 7. Februar 2026
07.02.2026, Herne - Die Islamische Gemeinde Röhlinghausen nahm am ersten Pluto-Familienfest im gleichnamigen Stadtteilzentrum teil. Vertreten wurde sie dabei von den Mitgliedern der Muslimischen Jugend Röhlinghausen Elyesa, Nida, Musab und Berat. Die Gemeinde bot einen Infostand und ihr allseits bekanntes Glücksrad an. Zudem gab es kostenlose Süßigkeiten. Im Hintergrund des Standes liefen währenddessen verschiedene Presse- und Videoauftritte der Gemeinde.
von Islamische Gemeinde 31. Januar 2026
31.01.2026, Herne - Die Muslimische Jugend Röhlinghausen hatte sich in der letzten Vollversammlung zum Ziel gesetzt, öfter gemeinsame Aktivitäten zu unternehmen. Diesen Vorsatz erfüllte sie im neuen Jahr mit dem Besuch eines Escape Room in Bochum mit knapp 15 Mitgliedern.
Weitere Beiträge ->