Veranstaltung: „Zur Geschichte und Gegenwart des Nationalsozialismus in Herne und Wanne-Eickel: Die Betreffenden sind zu vernichten“

Islamische Gemeinde • 19. Januar 2024

Veranstaltung: „Zur Geschichte und Gegenwart des Nationalsozialismus in Herne und Wanne-Eickel: Die Betreffenden sind zu vernichten“

Am 18.01.2024 besuchten Vertreter der Islamischen Gemeinde die Veranstaltung zur Geschichte des Nationalsozialismus in Herne im Stadtteilzentrum PLUTO. Unter dem Titel „Die Betreffenden sind zu vernichten“, referierte Markus Günnewig, Leiter der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache in Dortmund, über die Verbrechen der Gestapo in der Endphase des Zweiten Weltkriegs.
 
Die jüngsten Enthüllungen über rechtsextreme Konzepte zur massenhaften Vertreibung von Menschen aus Deutschland, unterstreichen erneut die Dringlichkeit einer fortlaufenden Auseinandersetzung mit dem NS-Regime. Ein fundiertes Wissen über die Hintergründe und das Ausmaß der NS-Verbrechen ist von entscheidender Bedeutung, um eine kritische Haltung gegenüber aktuellen Formen der Ausgrenzung, des Rassismus, Antisemitismus und völkisch-nationalistischen Denkens zu entwickeln.
 
Markus Günnewig verdeutlichte in seinem Vortrag, wie in den ab 1943 zunehmend zerstörten deutschen Städten Ausnahmezustände und Kontrollverlust durch die Gestapo mit entgrenzter Gewalt kompensiert wurden. Besonders sowjetische Zwangsarbeiter:innen wurden bis zuletzt zunehmend exekutiert. Günnewig zeigte auf, wie die Erwartungen an eine Revolution am Ende des Zweiten Weltkriegs, Rassismus und eine radikale Kriegsideologie dazu führten, dass die Unterschiede zwischen politischer Gegnerschaft und anderen Formen abweichenden Verhaltens, verschwammen.
Für die Gestapo war während der Endphase des Zweiten Weltkriegs nur die (erwartete) Störung der Ordnung an der „Heimatfront“ von Bedeutung, deren Stabilität als kriegsentscheidend galt und daher mit allen Mitteln aufrechterhalten werden sollte. Bei der Annäherung der Alliierten zum Ende des Krieges waren mobile Gestapo-Kommandos für das Halten der Fronten zuständig und ermordeten noch vor der Räumung deutscher Städte zahlreiche Häftlinge.
 
Auch Mehmet Akif Akyıldız, Jugendleiter der Gemeinde, war als Vertreter dort: „Ich war schockiert über die menschenunwürdige Behandlung, der so viele Menschen während des zweiten Weltkrieges ausgesetzt waren. Die aktuellen Ereignisse lassen immer wieder daran denken.“

von Islamische Gemeinde 1. September 2026
80 Jahre NRW: Gemeinsam leben, gemeinsam entdecken
von Islamische Gemeinde 31. August 2026
Tuncay Nazik als DemokratieScout zertifiziert
von Islamische Gemeinde 2. August 2026
Ferienangebot: Kinoabend
von Islamische Gemeinde 29. Juli 2026
Teilnahme an der Mahnwache nach dem Angriff auf den Berliner CSD
von Islamische Gemeinde 19. Juli 2026
Fortbildung „Schöner feiern, sicher feiern, achtsam feiern“
von Islamische Gemeinde 6. Juli 2026
Besuch des Hellweg-Gymnasiums Bochum
von Islamische Gemeinde 4. Juli 2026
Stimme gegen Hass - Jugend zeigt Vielfalt: Straßenmalaktion
von Islamische Gemeinde 1. Juli 2026
Vortrag: „Organspende im Islam"
von Islamische Gemeinde 29. Juni 2026
Besuch der 7. Klasse der Cruismannschule Bochum
von Islamische Gemeinde 29. Juni 2026
Abschlussfeier der Kindergartengruppe
Weitere Beiträge ->