Solidaritätsbekundung mit der Ukraine

11. März 2022

UKRAINE

'Das Ende einer westlichen Illusion'

Islamische Gemeinde nimmt Stellung

Zu dem Krieg in der Ukraine erreichte uns am Donnerstag (3.3.2022) von der Islamischen Gemeinde Röhlinghausen folgende Stellungnahme: „In den vergangenen zehn Jahren kamen mehr als 600.000 Menschen ums Leben, darunter schätzungsweise 55.000 Kinder. Bis zu zwölf Millionen Menschen verloren ihre Heimat, wurden zu Flüchtlingen im eigenen Land oder suchten Schutz in den Nachbarstaaten.

 

Bis zum Waffenstillstand am 12. August wurden insgesamt etwa 850 Menschen getötet sowie zwischen 2500 und 3000 Menschen verwundet. Die Konflikte bisher kosteten 160.000 Menschenleben.

 

Nein, das sind nicht die Zahlen, die den heutigen Angriff auf die Ukraine beziffern. Bei allen fünf Kriegen (von Tschetschenien, Bosnien über Georgien und Syrien bis zur Krim) war Russland entweder Hauptakteur oder mächtiger Verbündeter des Aggressors.

 

Sehr lange duckte man sich weg. Viel zu lange wurde Putin nur zugeschaut. Viel zu lange ließ man ihn agieren. Viel zu lange hoffte man, dass sich Putin kaufen lässt. In unserem Land wurden und werden auch weiterhin Politiker mit Ehrentiteln wie „Putins Freund“ ausgezeichnet. Der Kreml fördert rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien im Europa-Parlament, um die Einheit der Europäischen Union zu zerstören.

 

Wenn wir die aktuellen Sanktionen lesen, denken wir an den Krieg in Syrien oder an die Annexion der Krim. Warum zogen wir nicht schon damals unsere Grenzen? Weil wir wirtschaftliche Interessen haben. Und das ist unser westliches Problem. Wir müssen uns entscheiden, wie ehrlich es wir mit unseren gern präsentierten Werten eigentlich meinen. Wozu sind wir bereit? Wie weit können wir gehen? Sind wir als Staat und als Volk bereit, wirtschaftliche Einbußen hinzunehmen, um unsere Werte zu verteidigen? Können wir raus aus unserer Wohlfühlzone? Lohnt es sich um unserer Werte Willen, an Wintertagen ohne russisches Gas auszukommen? Die Antwort bis heute war: „Nein!“.

 

Russland ist eine starke Wirtschaftspartei. Mit medienwirksamen Protesten und Erklärungen glaubten wir unsere Werte und die Wirtschaft gleichermaßen geschützt zu haben. Das machen wir mit anderen Autokraten und Menschenrechtsverletzern noch immer. Wohin die Reise totalitärer Systeme geht, zeigt uns Xi Jinping in China auf. Millionen von Uigur:innen werden gefoltert und umerzogen. Was machen wir?

 

Aus Protest nehmen wir nicht an den olympischen Spielen teil. So hoffen wir Gutes getan zu haben und trotzdem Geld verdienen zu können. Interessiert es Russland, China oder Saudi-Arabien überhaupt? Nein! Leider durchziehen ständige Doppelstandards unsere Menschlichkeit sowie unser Handeln. Damit müssen wir aufhören. Wir müssen aufhören, Diktatoren wirtschaftlich zu unterstützen. Wir müssen aufhören, Flüchtlinge in gute oder schlechte einzuteilen.

 

Wir freuen uns, dass wir zumindest jetzt bei den ukrainischen Kriegsflüchtlingen als Gesellschaft Anstand beweisen und Menschen so behandeln, wie es nötig ist. Nämlich menschlich. Wahrscheinlich werden wir Putin mit Wirtschaftssanktionen nicht mehr ernsthaft bedrücken können, dafür ist es zu spät.

 

Wofür es noch nicht zu spät ist, ist etwas dazu zu lernen. – Machthaber, wie Putin, sollte man nicht einfach gewähren lassen. Nicht warten bis er unverrückbar seine Position festigt. Nicht warten bis die Katstrophe vor unserer Haustür steht.

 

Unser Mitgefühl gilt der Ukraine und seiner Bevölkerung. Jetzt ist es an der Zeit, für die Menschen da zu sein.

 

Als Mensch und Muslime sehen wir uns dem friedlichen Leben verpflichtet. Als Mensch und Muslime können und werden wir nicht Kriegstreiber unterstützen. Verständnis gegenüber Putin und Co. darf nicht aufgebracht werden.

 

Mit Gebeten und aktiver Hilfe gegen Putin und seine Gefolgschaft!

 

Wir rufen alle Menschen dazu auf, Gesicht zu zeigen, aufzustehen und Hilfe für die ukrainische Bevölkerung zu leisten. Wir beenden unsere Stellungnahme mit einem göttlichen Aufruf aus dem Koran: „Und neigt nicht zu denjenigen zu, die Unrecht begingen, sonst wird euch das Feuer treffen.“



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